"Heated Rivalry"
Erster Spieler outet sich dank Serie
- Hudson Williams (Shane Hollander) und Connor Storrie (Ilya Rozanov) in "Heated Rivalry"
- Foto: HBO Max & Crave
- hochgeladen von Julia Schmid
Neben der glücklichen Note von „Heated Rivalry“ spricht die Serie auch ein leider reales Problem an, und zwar die Homophobie im Profisport. Während manche die Meinung haben, dass die Serie nichts Gutes für dieses Problem tut, sieht man jedoch die ersten Auswirkungen.
Die Serie, sowie auch das darauf basierende Buch „Heated Rivalry“, erzählt die Geschichte zwischen den beiden Profieishockeyspielern Ilya Rozanov und Shane Hollander, wie die beiden öffentlich eine hitzige Rivalität führen, aber außerhalb des Eises geht es anders heiß her. Während die Serie primär Freude bereiten soll, spricht sie auch ein ernstes Thema an, und zwar das, dass sich noch heute Profisportler nicht immer wohlfühlen, sich zu outen, beziehungsweise noch immer alltägliche Homophobie miterleben müssen. Obwohl es in der Serie um Hockey geht, kann dies auch auf andere Sportarten ausgeweitet werden.
Eishockeyspieler outet sich dank der Serie
Vor wenigen Tagen meldete sich ein Jesse Kortuem, ein noch aktiver Hockeyspieler, der inzwischen für Cutting Edges Hockey Club spielt, ein LGBTQIA+-Hockeyteam in Vancouver, zu Wort. In seinem Post erzählt er von seiner Zeit als ungeouteter Hockeyspieler in verschiedenen Ligen. Dabei erwähnt er, dass er sich nie sicher genug gefühlt hat, obwohl er einen respektvollen Umgang mit seinen Teamkollegen hatte. „Heated Rivalry“ hat ihn nun endlich ermutigt, sich zu öffnen und von seiner Geschichte zu reden. Unter seinem Post bekommt er nicht nur von „Heated Rivalry“-Fans positive Nachrichten, sondern auch von ehemaligen Teamkollegen und das auch von seiner Highschool.
Auch NHL Commissioner meldet sich zur Serie
Nach einem Capitals-Sharks-Spiel in Washington D.C. beantwortet NHL-Commissioner Gary Bettman Fragen von Journalist:innen. Dabei kommt nicht unerwartet das Thema „Heated Rivalry“ und die Stellung der NHL dazu auf. Dabei erwähnt er, dass er die Geschichte wichtig und wundervoll findet und sie schon immer offen dafür waren, indem sie Pride-Nights veranstalten und auch mit Organisationen wie „You Can Play“ zusammen tun, um auch eine Akzeptanz und Offenheit zu schaffen. Dazu erwähnte er, dass er vor allem ein Fan davon war, wie wirkliche vergangene Sachen in die Story integriert wurden. Obwohl die meisten Fans diese Interaktion sehr positiv aufnehmen, sind auch wenige skeptisch und sind vorsichtig in Bezug auf die Reaktion der NHL.
Autor:Michelle Pfifferling |
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