"A Knight of the Seven Kingdoms"
Was bedeutet Eggs Prophezeiung?
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In „A Knight of the Seven Kingdoms“ beunruhigt die Prophezeiung einer Seherin den jungen Egg. Doch wie viel Wahrheit steckt wirklich in ihren Worten? Ein Blick in die Geschichte von Westeros und von Haus Targaryen.
Vorsicht: Spoiler zu Eggs Zukunft in den Büchern!
Die Geschichte von „A Knight of the Seven Kingdoms“ begeistert aktuell Serienfans weltweit und erzählt – im Gegensatz zu „Game of Thrones“ – die eher unbekannteren Heckenritter-Novellen von George R. R. Martin. Dabei führen sie wichtige Figuren aus der Geschichte von Westeros ein, denn weder Egg noch Ser Duncan sind Unbekannte und erlangen in späteren Jahren großen Ruhm. Spätestens nach der dritten Episode fragen sich viele Fans, welches Schicksal für die beiden vorherbestimmt ist. Auslöser dafür ist eine Wahrsagerin, die vor allem für Egg eine düstere Zukunft prophezeit.
Eggs Prophezeiung
In Folge 3 „Der Knappe“ von „A Knight of the Seven Kingdoms“ treffen Ser Duncan und sein treuer Knappe Egg bei einem Spaziergang auf eine Seherin, die ihnen für kleines Geld die Zukunft liest. Während sie Dunk eine ruhmreiche Zukunft und mehr Gold als jedem Lannister vorhersagt, wird es bei Egg deutlich finsterer. „Du wirst einmal König sein und in den Flammen sterben, und Würmer werden sich an deiner Asche laben. Und alle, die dich kennen, werden sich über deinen Tod freuen“, verkündet sie dem Jungen. Dabei handelt es sich bei Egg in Wahrheit um einen jungen Prinzen. Gegen Ende der Episode erfahren wir, dass er niemand Geringeres als Aegon V. Targaryen ist.
Egg wird König
Doch was bedeuten die Worte der Seherin wirklich? Die Prophezeiung, dass Egg den Thron besteigt, erfüllt sich tatsächlich. Obwohl er zu diesem Zeitpunkt keinerlei realistische Aussichten auf die Krone hat, nimmt das Schicksal einen unerwarteten Verlauf. Nach dem Tod mehrerer Thronanwärter fällt die Wahl schließlich auf seinen älteren Bruder Aemon, der den Thron jedoch ablehnt und sich stattdessen der Nachtwache anschließt. Ja, es handelt sich dabei um jenen Aemon, den wir später in „Game of Thrones“ kennenlernen und der sich auf seinem Sterbebett an den kleinen Egg erinnert. Durch seinen Verzicht wird Aegon schließlich zum König ausgerufen und erhält den Beinamen „der Unwahrscheinliche“.
Tod in den Flammen
Auch die Vorhersage seines Todes in den Flammen bewahrheitet sich. Wie ein Blick in George R. R. Martins Büchern zeigt, stirbt Aegon bei der Tragödie von Sommerhall. Ein verheerendes Feuer zerstört den Sommersitz von Haus Targaryen in den Dornischen Marschen und fordert zahlreiche Opfer. Unter ihnen befinden sich auch die beliebten Figuren aus „A Knight of the Seven Kingdoms“: Aegon selbst sowie Ser Duncan, der später zum Lord Kommandanten der Königsgarde unter Aegon aufsteigt.
Alle hassen Egg
Die Prophezeiung endet mit der Aussage, dass sich alle, die Aegon kannten, über seinen Tod freuen würden. Das klingt, als würde aus ihm ein grausamer König werden, doch das entspricht nicht der Wahrheit. Tatsächlich war Aegon beim einfachen Volk äußerst beliebt, da er sich für ihre Rechte und ihre Versorgung einsetzte. Die großen Häuser von Westeros sahen diese Reformen hingegen kritisch, da sie ihre eigenen Privilegien bedroht sahen. Viele Adlige versuchten daher, seinem Ruf zu schaden, nannten ihn einen Tyrannen und warfen ihm vor, ihnen die von den Göttern gegebenen Freiheiten zu nehmen.
Tragisches Schicksal eines guten Targaryen
Die Seherin lag mit ihren Worten also erstaunlich richtig, auch wenn Ser Duncan ihnen kaum Glauben schenkt und sich lieber darüber amüsiert. Egg – der zu diesem Zeitpunkt noch nicht als Aegon enttarnt war – erkannte durch die ersten Zeilen der Prophezeiung jedoch vermutlich, dass die Seherin tatsächlich in die Zukunft blicken konnte. Damit kennt er sein tragisches Schicksal und weiß, wie sein Leben enden wird, auch wenn ihn längst nicht alle hassen. Vor allem die einfachen Menschen von Westeros erinnern sich wohlwollend an ihn – etwas, das man nicht von allen Targaryens in der Geschichte des Landes behaupten kann.
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