„The Witness“
Wie geht es Alex und André Hanscombe heute?

In "The Witness" ist ein 2-jähriger Junge der einzige Zeuge am grausamen Mord an seiner Mutter. | Foto: Courtesy of Ana Blumenkron/Netflix
  • In "The Witness" ist ein 2-jähriger Junge der einzige Zeuge am grausamen Mord an seiner Mutter.
  • Foto: Courtesy of Ana Blumenkron/Netflix
  • hochgeladen von Julia Schmid

Die neue Serie „The Witness“ führt die deutschen Netflix-Charts an und erzählt die Geschichte eines Mordfalls, der in den 90er-Jahren ganz Großbritannien erschüttert hat. Wieso der Fall für Schlagzeilen sorgte und wie es mit André Hanscombe und seinem Sohn Alex weitergegangen ist, erfahrt ihr hier.

In drei Teilen erzählt die neue Netflix-Serie „The Witness“ den tragischen Mordfall an Rachel Nickell, der im Jahr 1992 für Schlagzeilen sorgte und eine Welle der Bestürzung auslöste. Die 23-jährige Frau wurde sexuell genötigt und erstochen. Passanten fanden ihren Leichnam, an den sich ihr zweijähriger Sohn klammerte, der der einzige Zeuge des Verbrechens war – daher auch der Titel der neuen Serie. Diese thematisiert nicht nur die Suche nach dem Mörder, sondern konzentriert sich vor allem auf die Opfer und die Hinterbliebenen. Der Fokus liegt dabei vor allem auf André Hanscombe, Rachels Partner, sowie auf ihrem Sohn Alex.

Flucht aus Großbritannien

Die Schattenseiten der Ermittlungen werden in der Netflix-Serie „The Witness“ nicht ausgeklammert: Einerseits die Versuche der Polizei, wichtige Antworten von dem zweijährigen Alex zu bekommen, wobei sie ihn unter enormen Druck setzten. Andererseits auch die britische Boulevardpresse, die die Familie rund um die Uhr belagert und vor nichts zurückschreckt, um die nächste Schlagzeile im Fall Rachel Nickell zu bekommen. Das führt schließlich auch dazu, dass André und Alex Großbritannien den Rücken zukehren, doch auch im Ausland kommen sie nicht zur Ruhe.

„Man hat uns bis nach Frankreich aufgespürt und uns gezwungen, weiterzuziehen. In Spanien ist man uns erneut auf die Spur gekommen. Das fühlte sich wie eine weitere Verletzung unserer Privatsphäre an.“ Die Presse ist ihnen dabei immer auf den Fersen. Gegenüber der „Times“ sagte Alex zuletzt: „Wir wollten nie im Mittelpunkt stehen. Aber sobald es neue Entwicklungen in dem Fall gab, fand uns die Presse und wir standen plötzlich im Rampenlicht.“

Der falsche Mann

In Großbritannien stürzte man sich derweil auf den unschuldigen Colin Stagg, der zum Sündenbock des Falls wurde. Da er in den Augen der Polizei auf das Täterprofil passte, verrannte man sich in der Annahme, er könnte Rachels Mörder sein. Durch das öffentliche Interesse an dem Fall stand die Polizei unter Druck, schnelle Ergebnisse zu liefern und den Mord aufzuklären – ohne Erfolg. Die Wahrheit kam erst 15 Jahre später ans Tageslicht. Mittels neuer DNA-Technologien konnte im Jahr 2008 der englische Serienmörder Robert Napper mit dem Fall in Verbindung gebracht werden.

Erinnerungen von Alex und André

Trotz der Aufklärung des Mordes kehrten André und sein Sohn Alex nicht nach Großbritannien zurück. Über das Erlebte haben beide Bücher geschrieben: 1997 erschien „The Last Thursday in July: Memoir of Rachel Nickell“* von André Hanscombe. Im Jahr 2017 erschien das Buch „Letting Go: A true story of murder, loss and survival by Rachel Nickell's son“*, in dem Alex darüber erzählt, dass ihm unter anderem das Schreiben dabei geholfen hat, sich von dem Hass zu lösen und zu vergeben.

Auf dem Klappentext bei Amazon heißt es: „„Letting Go“ ist Alex’ herzzerreißender Bericht über jenen Morgen, die Folgen und die verheerenden Auswirkungen auf seinen Vater, die Großfamilie und die gesamte Gemeinde. Alex erzählt von dem darauffolgenden Medienrummel, den anschließenden Gerichtsverfahren und dem Frieden und Verständnis, die er nun als junger Mann gefunden hat. Indem er seine Geschichte und die Wahrheit erzählt, vollendet Alex die letzte Etappe seiner unglaublichen Reise hin zum Loslassen.“

Hinweis: Bei den mit Stern (*) gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Falle eines Kaufs des Produkts nach Klick auf den Link, erhält Serienfuchs eine geringe Provision, die uns bei der Finanzierung der Seite unterstützt.

Die neuen Serien und Filme im Juni 2026
Starttermin für „Lupin“ Teil 4 steht fest
Muss ER sterben, um den Fluch zu brechen?
Das Schicksal aller wichtigen Charaktere
Wer ist Carter wirklich?
Autor:

Julia Schmid

Julia Schmid auf X (vormals Twitter)

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

21 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.