"The Walking Dead"-Star äußert sich zu Tod in Staffel 9: "Permanente Frustration" (SPOILER Folge 8)

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Die Whisperers fordern im Midseason Finale der 9. Staffel "The Walking Dead" ihr erstes Opfer. In einem ersten Interview spricht der "TWD"-Star nun über sein überraschendes TV-Aus und enthüllt, wie enttäuscht er über dessen Entwicklung in der AMC-Serie ist.

Vorsicht: Massive Spoiler zu 9x08!

Wie sorgt man für reichlich Frust bei "Walking Dead"-Fans, die mit den Comics von Robert Kirkman vertraut sind? Man tötet einen Charakter in der TV-Serie, der in den Comics noch immer am Leben ist und dort eine etablierte, wenn nicht sogar wichtige Rolle einnimmt. Das sorgte bereits in der 8. Staffel für einen Aufschrei, als Carl (Chandler Riggs) das Zeitliche segnen musste und sorgte dafür, dass Scott Gimple seinen Posten als Showrunner verlor. AMC scheint aus seinen Fehlern nicht gelernt zu haben und streicht den nächsten beliebten Comic-Charakter aus der TV-Serie. Der Ärger der Fans dürfte hier nicht so groß sein, wie letztes Jahr bei Carls Ableben, doch der jüngste "TWD"-Tod hinterlässt einen seltsam unangenehmen Nachgeschmack.

"Sie hätten mehr daraus machen können"

In den Comics ist Jesus ein echter - um es ganz salopp auszudrücken - Badass-Charakter, den man in der Zombie-Apokalypse definitiv auf seiner Seite des Kampfes haben möchte. In der TV-Serie darf Jesus, dargestellt von Tom Payne, auch ein paar Mal coole Moves zum Besten geben, wird aber im Grunde wie eine attraktive Dekoration behandelt. Er hat nichts zu tun, bleibt meist im Hintergrund und kann sein Potenzial nicht entfalten. Comic-Fans blutet bei dieser TV-Behandlung berechtigt das Herz. Und auch Schauspieler Tom Payne scheint alles andere als glücklich zu sein, was AMC aus Jesus gemacht hat. Im Interview mit "The Hollywood Reporter" äußert er sich nicht nur zu seinem TWD-Aus, sondern lässt auch seinem Frust freien Lauf: "Er war so ein krasser Charakter. Sie hätten mehr daraus machen können."

Glücklich über das Ende

Tom Payne beteuert im Interview, dass er weiß, dass die Fans über Jesus' Ableben verärgert sein werden, "aber ich bin seit den letzten zwei Jahren verärgert, dass die Figur nicht so viele coole Dinge [in der Show] zu tun hatte, wie in den Comics", so Payne. "Sie haben mir ein wirklich cooles Ende gegeben und ich bin glücklich damit." Klingt fast danach, als wäre der 35-Jährige froh darüber, dass Jesus' Zeit als Hintergrundcharakter endlich vorbei ist. Ganz im Sinne von: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Auf die Frage, ob es seine Wahl war, "The Walking Dead" zu verlassen, antwortete er gegenüber "THR", dass er bereits in der vergangenen Staffel seine Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht hätte. Er hätte die Drehbuchautoren wissen lassen, dass er nicht unglücklich darüber wäre, wenn man Jesus aus der Serie nehmen würde.

Gelangweilt in Hilltop

Payne beschreibt Jesus als kompetentestes Mitglied der kompletten Gruppe von Überlebenden, der in der TV-Serie trotzdem nie zum Einsatz kam. Er fühlte sich geehrt, Teil dieser großartigen Show zu sein, sei aber gleichzeitig auch sehr frustriert, dass Jesus nichts zu tun hatte und in Hilltop regelrecht versauerte, so Payne im Interview. Das änderte sich leider erst im Midseason Finale, ging aber gleichzeitig mit Jesus' Tod einher. "Die komplette Folge hatte ich dieses riesige Lächeln auf meinem Gesicht. Ich dachte ständig: 'Das macht so Spaß. Das ist ist was ich immer tun wollte!'" Er wäre noch gerne länger in der Show gewesen, aber nur, wenn Jesus die Möglichkeit gehabt hätte, endlich aktiv ins Geschehen einzugreifen und mit anderen Charakteren zu interagieren. "Wenn ich nur diese Episode gehabt hätte und dann wieder zurück nach Hilltop hätte gehen müssen? Ich hätte mein Leben gehasst", so Payne.

Keine Romanze mit Aaron

Zahlreiche Fans hatten nach der 7. Episode von "The Walking Dead" Staffel 9 die Hoffnung, dass Jesus noch ein langes Leben in der Show bevorsteht. Immerhin sah es ganz danach aus, als ob Angela Kang langsam in Richtung einer Romanze zwischen Aaron und Jesus lenkte. (In den Comics kommen sich die beiden tatsächlich näher, von daher wäre eine TV-Beziehung nicht unrealistisch gewesen.) Doch auch dieser Traum ist jetzt geplatzt. Tom Payne: "Ich habe die Sachen mit Ross [Marquand] in dieser Staffel geliebt. Ich denke, es ist unfair gegenüber den Zuschauern, diese Beziehung zwischen Aaron und Jesus anzuteasern."

Abschied von der Enttäuschung

"Es ist traurig, sich von dem Charakter zu verabschieden", erklärt der Schauspieler. "Ich war nicht traurig, mich von dieser Frustration zu verabschieden. Die permanent da war. Ich habe zwei Jahre lang trainiert. Ich war so auf diesen Charakter vorbereitet und darauf, wozu er fähig war. Da gab es einfach so viel ungenutztes Potenzial. Das war für mich sehr enttäuschend." Fans dürften dieses Gefühl sehr gut nachvollziehen können. Denn vor allem Comic-Leser haben in den vergangenen Jahren immerzu auf einen großen Moment mit Jesus gewartet, der leider nie eingetreten ist.

Das Midseason Finale von "The Walking Dead" Staffel 9 und somit gleichzeitig auch die letzte Folge mit Jesus läuft heute Abend um 21.00 Uhr auf FOX.

Autor:

Julia Schmid

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