Sinnlose Nackt-Szenen in "Game of Thrones"? Harte Kritik von "Vikings"-Schöpfer

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Übertreibt es „Game of Thrones“ mit den Nacktszenen? Nutzt HBO nackte Haut und viel Gewalt nur, um die Zuschauer zu schocken und so vor die Bildschirme zu locken? Derartige Kritik gab es bisher häufiger. Jetzt meldet sich jedoch der Schöpfer von „Vikings“ zu Wort. Michael Hirst teilt gegen seine härteste Konkurrenz aus – zu Recht?

Nackte Haut im Fernsehen – das gab es schon immer. Aber so oft und derart freizügig, wie entblößte Körper in „Game of Thrones“ zur Schau gestellt wurden, gab es vor der Fantasy-Serie nicht auf HBO. Fans kreierten sogar Trinkspiele, bei denen man zum Schnaps greifen müsste, wann immer nackte Brüste zu sehen sein sollen – der Rausch in der ersten Episode sei damit bereits sicher. Viele Fans liebten diese neue, freizügige Art und die Gewalt, für die „Game of Thrones“ ebenfalls berühmt wurde. Unvergessen der Moment, in dem Gregor Clegane einem Pferd mit einem einzigen Hieb den Kopf abschlägt. Viel Blut und nackte Haut – für viele ein Grund, Woche für Woche einzuschalten. Kritik übt jetzt vor allem der Schöpfer einer Serie, der ebenfalls nicht auf epische Schlachten und Blutvergießen zurückgreift. Weiterlesen: „Vikings“: 6 Fakten, die ihr vor Staffel 4 wissen müsst

"Vikings" folgt dem "Game of Thrones"-Trend nicht

Michael Hirst, der Schöpfer von „Vikings“, hat seine TV-Serie wohl schon öfter gegen „Game of Thrones“ verteidigen müssen. Seit die Geschichte um den Wikinger Ragnar Lothbrok (Travis Fimmel) auf den Bildschirmen aufgetaucht ist, wurde es mit der wesentlich größeren Produktion „Game of Thrones“ verglichen. Wenn Hirst Kritik übt, schwingt keine Missgunst mit, sondern Ehrlichkeit: „Es geht mir wie vielen anderen Leuten auch, dass Sex in ‚Game of Thrones’ und anderen Serien vollkommen willkürlich eingesetzt wird und überflüssig ist und reichlich Gewalt ist unnötig… Hauptsächlich nur um zu schocken“, zitiert „RTE“ Hirst. Dabei kann seine eigene Serie auch auf eigene schockierende Momente zurückblicken. „Game of Thrones“ habe, so Hirst, einen wahren Trend losgetreten, dem viele Serien gefolgt sind. Das Ergebnis? Immer mehr wildere Sex-Szenen und grausamere Gewalt. Er sei glücklich darüber, dass der History Channel ihm ermöglicht habe, diesem Trend mit „Vikings“ nicht zu folgen. Man habe „mehr einfallsreicher und innovativer“ entschieden, wie man Sex und Gewalt in der TV-Serie nutzt. Als alleiniges Schock-Element wolle Hirst es nicht einsetzen. Selbst die eingefleischten "Game of Thrones"-Fans übten zuletzt harsche Kritik, nachdem unter anderem Vergewaltigungsszenen in die TV-Serie geschrieben wurden, die es in den Büchern nicht gab. Weiterlesen: „Game of Thrones“ Staffel 6: Ist Sansa schwanger?

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Julia Schmid

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