"Stranger Things"
Kam ChatGPT zum Einsatz bei Staffel 5?
- Die Duffer-Brüder in der Dokumentation "Ein letztes Abenteuer: Making Stranger Things 5".
- Foto: Courtesy of Netflix © 2026
- hochgeladen von Julia Schmid
Die Dokumentation zur finalen Staffel „Stranger Things“ sorgt für Aufregung unter den Fans, nachdem der Verdacht aufgekommen ist, dass die Duffer-Brüder für die 5. Staffel auf das KI-Tool ChatGPT zurückgegriffen haben.
In den vergangenen Wochen machten Fans ihrem Unmut über die 5. Staffel „Stranger Things“ laut, denn das Finale konnte nicht alle Zuschauer:innen überzeugen. Jene, die vom Abschluss der Netflix-Serie enttäuscht waren, sagten scherzhaft, dass die Drehbücher für das Ende womöglich mit KI verfasst worden seien und dadurch die alte Magie der Serie verloren gegangen sei. Umso größer war die Aufregung, als nun ein Moment in der Dokumentation „Ein letztes Abenteuer: Making Stranger Things 5“ offenbar zeigt, dass tatsächlich ChatGPT verwendet wurde.
Spott im Internet nimmt zu
Eine Szene in der Dokumentation zeigt, wie die Duffer-Brüder gerade in einem Google-Dokument arbeiten. Darüber sind zahlreiche Tabs geöffnet, und Fans glauben, gleich mehrere davon mit dem bekannten Symbol von ChatGPT erkannt zu haben. Tatsächlich ist nicht klar ersichtlich, ob es sich wirklich um ChatGPT handelt, da die Symbole recht klein sind, Fans lassen sich aber von dieser Entdeckung nicht mehr abbringen. Spott und Ärger wurden dadurch in den sozialen Medien nur noch lauter – so laut, dass sich nun die Regisseurin der Dokumentation, Martina Radwan, zu Wort meldete.
Recherche mit ChatGPT?
„Sind wir uns überhaupt sicher, dass sie ChatGPT geöffnet hatten?“, fragte Radwan in einem Interview mit „The Hollywood Reporter“. Sie könne nicht bezeugen, dass KI bei der Entstehung der Drehbücher für „Stranger Things“ Staffel 5 verwendet wurde, sagt dann aber auch: „Aber für mich ist es so: Hat das nicht jeder offen, um schnell etwas nachzuschlagen?“ Während die Duffer-Brüder zu den Vorwürfen schweigen, verteidigt Radwan sie weiter und betont, dass es keine klaren Beweise gebe. „Das ist so, als hätte man sein iPhone neben dem Computer liegen, während man eine Geschichte schreibt. Wir nutzen diese Tools einfach … während wir mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen. Es ist also ständig viel los, jedes Mal.“
Klare Antwort zu potenziellem KI-Einsatz
„The Hollywood Reporter“ hakte schließlich nach und fragte: „Sie haben keine unethische Verwendung generativer KI im Autorenraum beobachtet?“ Daraufhin antwortete Radwan deutlich: „Nein, natürlich nicht. Ich habe kreative Austausche miterlebt.“ Ross Duffer und Matt Duffer, die beiden Schöpfer von „Stranger Things“, haben sich zu der Debatte bislang nicht geäußert. Auch Netflix hält sich zu den Spekulationen bisher bedeckt.
Screenshots aus der Dokumentation
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