"House of Cards" Staffel 4
Hat nun auch Claire die vierte Wand durchbrochen?

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In der Politserie „House of Cards“ wendet sich der amerikanische Präsident Frank Underwood, dargestellt von Kevin Spacey, gerne direkt an die Zuschauer. Er zieht sie tief mit hinein in einen Strudel aus Intrigen. Das Finale der 4. Staffel „HoC“ überraschte mit einem interessanten Detail. Wird nun auch Claire in Kürze den Kontakt zu den Zuschauern suchen?

Die Diskussionen im Weißen Haus laufen auf Hochtouren. Hochrangige Persönlichkeiten bieten sich einen verbalen Schlagabtausch über die Zukunft Amerikas. Unter ihnen: der Präsident der Vereinigten Staaten, der anfänglich gespannt lauscht, aber dann genervt den Kopf zur Seite dreht. Sein Blick zeigt, wie wenig er von den Diskussionen hält, die um ihn herum stattfinden, da er längst ein Urteil gefällt hat. Viel interessanter: sein Blick trifft den der Kamera. Besser gesagt: den des Zuschauers. Frank Underwood (Kevin Spacey) hat sich seit Start der US-Serie „House of Cards“ immer wieder an das Publikum gewandt. Selbst jetzt in der 4. Staffel, da er Präsident ist und mitten im Wahlkampf steht, vergisst er die Zuschauer nicht. In vielen Szenen zeigt er nur ihnen gegenüber sein wahres Gesicht.

Der Kontakt zum Zuschauer

Dass Charaktere die vierte Wand durchbrechen – also mit dem Zuschauer interagieren – ist nicht neu, aber immer wieder ein spannendes Mittel von TV-Serien und Kinofilmen, um die Fans noch tiefer in die Geschichte zu ziehen. In „Deadpool“ ist sich der Titelheld bewusst, dass er eine Comic-Figur ist und teilt beispielsweise sein Wissen über verschiedene "X-Men"-Verfilmungen mit den Kinobesuchern. In „Mr. Robot“ spricht Hacker Elliot mit dem Zuschauer, als wäre er ein imaginärer Freund. Bisher waren es meist nur Einzelfälle, die die vierte Wand hinter sich gelassen haben. In „House of Cards“ könnte Frank Underwood aber bald nicht mehr die einzige Figur der Netflix-Serie sein, die sich mit den Menschen vor dem Bildschirm austauscht. Das lässt zumindest das Finale der 4. Staffel „House of Cards“ vermuten, in dem Frank ein weiteres Mal unterstreicht, dass er über Leichen gehen wird, um an der Spitze der Macht zu bleiben. 

Claire und Frank sind sich ebenbürtig

„We don’t submit to terror. We make the terror”, ist der finale Satz der 4. Staffel “House of Cards” und ein wahrer Gänsehautmoment. Als Frank dieses Statement gegenüber den Zuschauern äußert, hört Claire Underwood (Robin Wright) ihm anfänglich aufmerksam zu. Doch dann dreht sie schließlich den Kopf und folgt dem Blick ihres Mannes. Beide starren geradewegs Richtung Kamera, in das Gesicht des Zuschauers. Auch wenn Claire nichts sagt, spricht dieser Blick Bände. Wir hoffen, dass es nicht nur ein einmaliger Moment bleiben wird und Claire – ähnlich wie Frank – in der 5. Staffel das Gespräch mit den „House of Cards“-Fans sucht. Das Video zur finalen Szene der 4. Staffel könnt ihr am Anfang des Beitrags sehen (vorsicht: Spoiler).

Autor:

Julia Schmid

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