"Die Simpsons": Noch mehr Rassismusvorwürfe gegen die Macher!

Aenigmatis-3D/Pixabay.com

"Die Simpsons" sind einfach Kult und wurden vor allem durch ihre gesellschaftskritischen Anspielungen berühmt. Nun müssen sich die Macher der Serie aber selbst kritischen Vorwürfen stellen, denen sie nicht gerade entgegenkommend begegnet sind. Stattdessen hat die letzte Folge einen echten Aufschrei im Netz ausgelöst.

Wir alle wissen, dass sich die Autoren der Simpsons keine Grenzen setzten, wenn es um schwarzen Humor geht. Der überspitzte Humor ist eine echte Geheimwaffe der Serie! Gesellschaftliche Themen und Missstände werden so auf eine möglichst sarkastische und ironische Weise dargestellt und kritisiert. Das ist auch der Grund, warum "Die Simpsons" eine an sich ziemlich tiefgründige Serie ist, auch wenn das oft auf den ersten Blick gar nicht so wirken mag. Die Geschichten aus Springfield reagieren stets auf Ereignisse, die die Welt bewegen und halten der Menschheit den Spiegel vors Gesicht. Aber warum handeln die Autoren jetzt so paradox?

Das passierte bei den "Simpsons"

In der Folge "No Good Read Goes Unpunished" sorgte eine Szene für große Aufregung. In einer Sequenz sehen wir March, wie sie Lisa aus dem Buch "The Princess in the Garden" vorliest. Das Buch ist an einigen Stellen ziemlich rassistisch, das merkt auch die Frau von Homer. Spontan greift sie ein und versucht die Geschichte während des Vorlesens zu verändern. Klar, dass die intelligente Lisa das mitbekommt. "Manches, das vor Jahrzehnten bejubelt wurde und harmlos war, ist mittlerweile politisch inkorrekt", merkt sie an, während sie die vierte Wand durchbricht und direkt zu den Zuschauern spricht. Danach blickt die kleine Lisa auf ein Foto von Apu, auf dem "Habe keine Kuh!" steht.

Warum regen sich alle über "Die Simpsons" auf?

Schon vor dieser Szene wurde des Öfteren über den Charakter von Apu diskutiert. Der Komiker Hari Kondabolu nutzte den umstrittenen Charakter der Serie sogar für seine Dokumentation. Er ist nämlich der Meinung, dass Apu Stereotypen bekräftige. Seine Dokumentation und sein Gedankenansatz schlugen in den Medien hohe Wellen. Nun haben die Macher der Simpsons anscheinend mit der oben genanten Szene auf die Vorwürfe von Kondabolu reagiert und viele Fans sind mit der Reaktion überhaupt nicht glücklich. Gerade von einer Show, die immer darum bemüht war, Missstände kritisch zu reflektieren, haben viele Zuschauer mehr erwartet. Dass die Autoren die Anschuldigungen, dass sie Stereotypen bekräftigen, nicht ernst zu nehmen scheinen, lässt ihr bisheriges Handeln paradox wirken. Ist es ihnen etwa doch nicht so wichtig gesellschaftliche Denkweisen und Ansichten zu ändern? Nach der letzten Folge ist diese Frage nicht mehr so einfach zu beantworten...

(Quelle: vanityfair.com)

Autor:

Andrew Wolters

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