„Carrie“-Ende erklärt
Das steckt hinter dem Serienfinale

Sehen wir Summer H. Howell als Carrie wieder? | Foto: Robert Falconer/Prime
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Mike Flanagan hat „Carrie“ von Stephen King mit Hilfe von Amazon Prime Video ins Jahr 2026 geholt und der Horrorserie einen neuen Anstrich gegeben. Doch was bedeutet das überraschende Ende?

Diese Woche erschien mit „Carrie“ die erste Serienadaption der Kultgeschichte auf Amazon Prime Video. Mike Flanagan („Spuk in Hill House“, „Midnight Mass“) schenkte Stephen Kings Geschichte um ein junges, gepeinigtes Mädchen mit telekinetischen Kräften direkt einen modernen Anstrich und holte sie ins Jahr 2026. Doch das ist nicht alles: Offenbar lässt Flanagan auch Kings Werk „Das Institut“ in die Geschichte einfließen, denn Carrie ist nicht die Einzige mit telekinetischen Fähigkeiten, wie spätestens das Finale der neuen US-Serie zeigt.

Das Ende von Chris

Im Finale von „Carrie“ nimmt das Schrecken seinen Lauf. Nachdem Carrie (fast) alle Anwesenden bei der Prom Night tötet, lässt sie das Schulgebäude hinter sich und verfolgt Chris (Alison Thornton), die gemeinsam mit Billy (Arthur Conti) fliehen konnte. Als dieser Carrie (Summer H. Howell) auf offener Straße entdeckt, steuert er mit dem Auto auf sie zu, doch Carries Fähigkeiten reißen den Wagen fort und mitten auf ein Feld. Dort zeigt sie kein Mitleid mit den beiden verletzten Teenagern und tötet erst Billy, dann Chris, indem sie das Auto mit ihren Kräften zerquetscht. Doch in diesem Moment scheint Carrie aufzuwachen und wieder Herrin all ihrer Sinne zu werden.

Chamberlain im Ausnahmezustand

Die Serie deutet an, dass Carrie nicht ganz bei Bewusstsein war, als sie das Schrecken in der Schule ausgeübt hat, sondern von dem vermeintlichen Geist Emaline (Thalia Dudek) besessen war. Als sie den zerquetschten Wagen sieht, ist Carrie außer sich, doch Emaline spricht ihr gut zu und hilft ihr wieder auf die Beine. In der Stadt Chamberlain bricht mit Carries Rückkehr noch mehr Chaos aus als ohnehin schon. Den Bürger:innen wird geraten, das Gebiet zu evakuieren, doch Carrie hat ein Ziel vor Augen: ihr Zuhause.

Showdown zwischen Carrie und Margaret

Ihre Mutter Margaret (Samantha Sloyan) gibt sich als liebende Mutter, die Carries Wunden versorgt und ihr das Blut vom Körper wäscht. Gott werde ihr vergeben, verspricht Margaret, wenn Carrie ihre Sünden beichten würde. In Wahrheit hat Margaret einen anderen Plan: Sie will Carrie hinterrücks töten. Doch Margaret ahnt nicht, dass Carries Kräfte derart stark sind, dass sie sie vor dem Übergriff beschützen. Es kommt zum Showdown zwischen Mutter und Tochter, der damit endet, dass Carrie das Haus über Margaret zum Einsturz bringt.

Das Geheimnis um Emaline

Die große Überraschung folgt in den Ruinen: Mit einem Mal taucht ein Wagen auf und Emaline ist da, um Carrie aus dem Chaos zu befreien und aus dem Ort fortzubringen. Wie sich herausstellt, ist sie weder ein Geist noch ein Produkt von Carries Vorstellung. Emaline West verfügt über die Gabe der Astralprojektion und konnte so bei Carrie sein, während ihr Körper sich an einem anderen Ort befunden hat. Margaret – unter dem Haus begraben – verfolgt mit eigenen Augen, wie Emaline und Carrie verschwinden.

Hinweise auf „Das Institut“ von Stephen King?

Margaret teilt ihre Beobachtungen mit den wundersamen Frauen rund um Adelaide (Kate Siegel), die zum Teil auch beim Massaker in der Schule anwesend waren. Längst ist bekannt, dass sie alle über übernatürliche Fähigkeiten verfügen und deswegen großes Interesse an Carrie zeigen. Sehen wir hier etwa erste Anspielungen auf Kings Buch „Das Institut“, in dem eine mysteriöse Organisation Kinder aus ganz Amerika mit übernatürlichen Kräften entführt? Margaret erhält darauf zumindest keine Antwort mehr, denn Adelaide nutzt ihre Kräfte, um deren Herzschlag zu verlangsamen und zum Stehen zu bringen, nachdem sie andeutet, dass auch Margaret das TK-Gen für die telekinetischen Kräfte in sich haben könnte. Offenbar haben Adelaide und die Frauen alle Informationen erhalten, die sie wollen. Nur eine fehlt: Carrie.

Nicht alleine

Die neue US-Serie „Carrie“ endet fast optimistisch: Carrie fährt mit ihrer neuen Freundin Emaline davon und lässt Chamberlain hinter sich. Sie weiß jetzt, dass sie nicht der einzige Mensch ist, der über übernatürliche Fähigkeiten verfügt, und scheint in Emaline endlich eine richtige Freundin gefunden zu haben. Doch alleine die Hinweise auf den Verbund der Frauen, die sich für Carries Begabungen interessieren, scheinen anzudeuten, dass die Geschichte von Carrie damit noch nicht am Ende angekommen ist. Nun hoffen Fans auf baldige News zu einer Fortsetzung und einer potenziellen 2. Staffel „Carrie“.

Alle 8 Episoden von „Carrie“ Staffel 1 sind am 7. Oktober 2026 auf dem Streamingdienst Amazon Prime Video erschienen.

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Autor:

Julia Schmid

Julia Schmid auf X (vormals Twitter)

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