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Weiterer „The Walking Dead“-Darsteller spricht über Morddrohungen von Fans

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Fans können ein Segen, aber auch ein Fluch sein. Das mussten bereits zwei Darsteller aus der Zombie-Serie „The Walking Dead“ erfahren. Nun spricht ein weiterer Darsteller über Morddrohungen von Zuschauern, die Fiktion und Realität nicht auseinanderhalten können.

Serien, Filme, Bücher – sie alle sind mit einer Vielzahl von Charakteren ausgestattet, welche die Geschichte tragen oder weiterbringen. Manche mag man, manche kann man nicht ausstehen. Doch offensichtlich nutzen immer mehr Menschen die Anonymität des Internets, um ihre Abneigungen gegen fiktive Figuren auszudrücken. Dabei wenden sie sich auch oft an die jeweiligen Darsteller_innen und vermischen Fiktion und Realität. Die Folge: Mord- und Gewaltandrohungen gegen Menschen, die für die Taten ihrer Charaktere nichts kennen.

Rückzug aus den sozialen Medien

Wie weit mancher „Walking Dead“-Fan geht, haben wir in der Vergangenheit bereits bei Alanna Masterson und Josh McDermitt beobachtet. Letzterer suchte immer gerne den Kontakt mit seinen Fans und war sehr aktiv in den sozialen Medien. Das änderte sich, als die Morddrohungen zunahmen und sich der 39-Jährige gezwungen sah, die Stecker zu ziehen und seine Accounts auf Instagram & Co zu deaktivieren. In einem neuen Interview spricht Seth Gilliam darüber, dass auch er damals Morddrohungen erhalten hat, nachdem sein Charakter Father Gabriel sich gegen Rick Grimes (Andrew Lincoln) gewandt hatte.

Drohungen von „13-jährigen Jungs“

Im Gegensatz zu Josh McDermitt, ist Seth Gilliam noch immer online unterwegs. Doch das war nicht immer einfach. „Es hat ein bisschen gedauert, bis man sich an die Todesdrohungen gewöhnt hat und verstanden hat, dass sie von 13-jährigen Jungs (…) kamen, anstatt von Menschen, die mich wirklich verletzen wollten“, erzählt er. Er empfand diese Phase als „ein bisschen ungemütlich“, weil jeder Schauspieler eigentlich für seine schauspielerische Darbietung gewürdigt und respektiert werden möchte. Stattdessen schlug ihm Hass entgegen.

„Musste mich etwas distanzieren“

Es dauerte, bis er begriff, dass die Abneigung der Zuschauer nicht seine Schuld war. „Es war wie: ‚Moment, ich habe diese Zeilen nicht geschrieben. Ich habe nicht am Set improvisiert. So geht die Geschichte eben weiter.‘ Es dauerte ein bisschen, bis man sich daran gewöhnt hat und ich musste mich etwas distanzieren“, erzählt er im Interview mit „Entertainment Weekly“. Jeder Mensch wolle geliebt werden, vor allem Schauspieler suchen nach Anerkennung der Fans. Das macht es für Darsteller, die bei den Zuschauern unbeliebte Charaktere spielen, nicht immer einfach. Zumindest Father Gabriel dürfte in der 8. Staffel „The Walking Dead“ wieder einige Pluspunkte bei den Fans gewinnen. Immerhin zieht der einstige Feigling gemeinsam mit Rick und seiner Gruppe in den Krieg gegen Negan (Jeffrey Dean Morgan).

Die 8. Staffel „The Walking Dead“ startet am 23. Oktober 2017 in Deutschland. Jeden Montag gibt es um 21.00 Uhr eine neue Episode auf FOX. Sky-Kunden können die neuen Folgen im Anschluss auf Sky Ticket, Sky Go und Sky On Demand sehen.

Video: Seth über die Reaktionen der „TWD“-Fans

Julia Schmid

Vom Land in die Stadt: Geboren in einer kleinen Stadt im Bayerischen Wald, hat es Julia dank des Studiums der Sozialwissenschaften nach Augsburg verschlagen. Seitdem lernt sie leidenschaftlich gerne neue Serien kennen und sucht sich immer die tragischsten OTPs aus.

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