Marvel's Runaways

Deutschlandstart von „Runaways“: Endlich Abwechslung im Marvel-Universum

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„Marvel’s Runaways“ bringt die Abwechslung im Superhelden-Kosmos, die wir uns insgeheim alle gewünscht haben. Heute Abend feiert die US-Serie um eine Clique außergewöhnlicher Teenager ihre Deutschlandpremiere.

Von Superhelden kann der Zuschauer gewöhnlich nicht genug bekommen – gleich, ob in den eigenen vier Wänden oder im Kinosaal. In den letzten Jahren wurden wir regelrecht mit einer Flut von neuen Superhelden, endlosen Reboots und Fortsetzungen erschlagen. Vor allem Marvel ist Schuld daran, dass sich vielleicht bei dem einen oder anderen Fan langsam ein Sättigungsgefühl einschleicht. Alleine im Serien-Bereich nehmen die Comic-Adaptionen von Marvel kein Ende, besonders Netflix scheint Gefallen daran zu haben und lieferte uns alleine in den letzten paar Jahren gleich „Daredevil“, „Iron Fist“, „Jessica Jones“ und Luke Cage. Ein Ende ist nicht in Sicht. Und trotzdem gelingt es der neuen Serie „Marvel’s The Runaways“ einen im ersten Moment zu packen – da ist dieser frische Wind, auf den man sehnsüchtig gewartet hat.

Sechs ungewöhnliche Teenager

Im Gegensatz zu „Daredevil“ & Co, dreht sich bei „Runaways“ alles um eine Clique von Teenagern, die mit ganz eigenen Sorgen zu kämpfen muss. Gleich zu Beginn der neuen Serie merkt man, dass hier etwas nicht stimmt. Wir lernen sechs junge Erwachsene kennen, die vermutlich nicht unterschiedlicher sein können. Während Chase (Gregg Sulkin) auf den ersten Blick der typische Schulschönling ist, steckt die hübsche Karolina (Virginia Gardner) mit beiden Beinen in einer Sekte. Nico (Lyrica Okano) lebt gerade ihre Gothic-Phase aus – nicht ohne Grund, wie wir schnell herausfinden. Und dann wären da noch die zuckersüße Molly (Allegra Acosta), ihre Adoptivschwester Gert (Ariela Barer), die sich im Klassenzimmer als Social Justice Warrior präsentiert und Alex Wilder (Rhenzy Feliz).

Photo Credit: ©2017 MARVEL & ABC Signature Studios

Ein Todesfall belastet ihre Freundschaft

An ihrem ersten Tag zurück in der Schule, versuchen sich die Kids bemüht aus dem Weg zu gehen. Kein Wunder, denkt man sich, immerhin ist es eher unwahrscheinlich, dass sie Freunde sind. Zumindest wenn man den üblichen Teenager-Filmen aus Hollywood glauben darf, wo die Cheerleader niemals einen Tisch mit den Außenseitern teilen würden. In dem Fall ist das anders. Diese sechs Kinder sind in Wahrheit ein eingespieltes Team und langjährige Freunde. Es dauert nicht lange, bis der Zuschauer erfährt, dass ein Todesfall die Clique so sehr erschüttert hat, dass sie letztendlich daran zerbrochen ist. Nur noch Alex kämpft mit aller Macht, die Gruppe wieder zusammenzuführen und die Freundschaft wiederauferstehen zu lassen. Das müssen sie. Für Amy (Amanda Suk), Nicos Schwester, deren Tod die Freunde und die Familie Minoru wie eine schwarze Wolke überschattet.

Erste Entdeckungen

Eine Marvel-Serie ohne eine Portion Übernatürliches? Gibt es natürlich nicht. Und dieser Funke scheint ausgerechnet im Nesthäkchen Molly zu stecken, die plötzlich entdeckt, dass sie übermenschliche Kräfte besitzt. Eine ungewöhnliche Macht scheint auch in der streng religiösen Karolina zu schlummern, wie sie bei einem kurzen Moment der Rebellion bemerkt. Auf einer Party beobachtet sie eine seltsame Veränderung ihres Körpers, die definitiv nichts mit den Drogen zu tun hat, die dort an allen Ecken verteilt werden. Neugierig geworden? Sehr gut. Denn jetzt geht es erst richtig los.

Photo Credit: ©2017 MARVEL & ABC Signature Studios

Wenn die eigenen Eltern Killer sind

Als sich die sechs Freunde eines Tages doch zusammenraufen können, werden sie Zeuge eines grässlichen Ritualmords, der ausgerechnet von ihren eigenen Eltern begangen wird. Dabei stellt sie uns „Marvel’s Runaways“ als die perfekten, reichen Eltern vor, die gemeinsam die Wohltätigkeitsorganisation Pride gegründet haben. Alex und seine Freunde müssen mit Erschrecken feststellen, dass die eigene Familie wohl wortwörtlich ein paar Leichen im Keller hat. Diese schockierende Beobachtung bringt den Stein zum Rollen. Die „Runaways“ ergreifen aber nicht sofort die Flucht, sondern wahren vor den Eltern vorerst den Schein, während sie selbst immer tiefer forschen und dabei nicht nur eigene verborgene Fähigkeiten, sondern auch Geheimnisse herausfinden.

Diese Kids mischen Marvel auf

Serien mit jungen Akteuren können oft schnell ermüdend oder einfach nur anstrengend sein – zumindest, wenn man als Zuschauer schon einige Jahre dem Schüler-Dasein entwachsen ist. „Marvel’s Runaways“ muss mit diesem Problem zum Glück nicht kämpfen. Die Kids nerven nicht, obwohl sie auch die üblichen Ängste wie andere Teenager haben. Sie alle sind auf ihre ganz eigene Art unglaublich interessant. Man will mehr von ihnen sehen, sie näher kennenlernen und sich am liebsten sofort auf die Comics stürzen, die die Basis für die TV-Serie sind. Nach „Jessica Jones“ & Co bringen die jungen „Runaways“ viel frischen Wind in die Serienlandschaft von Marvel und überzeugen gleich mit sechs spannenden Charakteren, einem fesselnden Katz-und-Maus-Spiel und einem ziemlich coolen Soundtrack.

Grünes Licht für Staffel 2

Die Serie „Marvel’s Runaways“ startete Ende November 2017 auf dem amerikanischen Streaming-Portal Hulu. Jetzt ist ihr auch der Sprung nach Deutschland gelungen. SYFY hat sich die Rechte für die Premiere im deutschsprachigen Raum gesichert. Los geht es am Mittwoch, den 9. Mai 2018 um 21.00 Uhr mit der ersten Episode „Alte Freunde“ (im Original: „Reunion“). Insgesamt dürfen wir uns auf zehn Episoden in der 1. Staffel freuen. Keine Angst, für Nachschub ist bereits gesorgt. Im Januar bestellte Hulu direkt die 2. Staffel von „Marvel’s Runaways“.

Englischer Teaser zu „Marvel’s Runaways“

Vom Land in die Stadt: Geboren in einer kleinen Stadt im Bayerischen Wald, hat es Julia dank des Studiums der Sozialwissenschaften nach Augsburg verschlagen. Seitdem lernt sie leidenschaftlich gerne neue Serien kennen und sucht sich immer die tragischsten OTPs aus.

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