Nach Kritik an „Dr. House“
Hugh Laurie entschuldigt sich öffentlich bei Fan
- Symbolfoto
- Foto: Foto von Julian auf Unsplash
- hochgeladen von Julia Schmid
Hugh Laurie zeigt öffentlich Reue. Nachdem er auf X (vormals Twitter) eine Autorin hinsichtlich ihrer Kritik an „Dr. House“ anging, ruderte er nun zurück und entschuldigte sich bei ihr.
Wer kennt es nicht: Man veröffentlicht seine Gedanken in den sozialen Medien und rechnet mit einem Like, im besten Fall mit einer Antwort von einer unbekannten Person – und das war es dann auch schon. Doch der Haken an der Sache ist, dass es eben auch prominente User:innen im Web gibt und es dann schon einmal vorkommen kann, dass diese Nachrichten entdecken, die sie niemals hätten erreichen sollen. So ging es zuletzt wohl auch der Autorin Janet Murray, die vor wenigen Tagen auf X (vormals Twitter) ihre kritischen Gedanken zur längst eingestellten Serie „Dr. House“ teilte, in der Hugh Laurie den sarkastischen Arzt spielt. Das Drama nahm seinen Lauf, als Murrays Tweet plötzlich in die Timeline von Laurie gespült wurde.
Hugh Laurie haut in die Tasten
Hugh Laurie hätte den Tweet lesen, abhaken und weiterscrollen können – doch das hat er nicht getan. Offensichtlich ärgerte sich der 66-Jährige zu sehr über Murrays Kritik, die bemängelte, dass jede Episode von „Dr. House“ gleich aufgebaut ist und zum gleichen Ergebnis führt. Laurie schrieb daraufhin unter anderem: „Man könnte Ihre scharfsinnige Analyse auch auf andere Kunstformen anwenden: J. S. Bach komponierte 30 Goldberg-Variationen auf derselben Akkordstruktur; Frida Kahlo malte 50 Selbstporträts; Henry Moore, was??“
Alkohol, schlechte Laune und das Internet
Murrays Tweet machte mit einem Mal die Runde, nachdem sich die britische Schauspiellegende eingeschaltet hatte und alle den Schlagabtausch nachlesen wollten. Wie so oft im Internet dauerte es nicht lange, bis die Angriffe auf Murray starteten und „House“-Fans ihrem Idol zur Seite sprangen, um ihn gegenüber einer kritischen Meinung zu verteidigen. Mittlerweile bereut Hugh Laurie seinen Kommentar und hat sich auf X öffentlich entschuldigt. Er sei angetrunken und genervt gewesen, seine Wut habe sich aber bei der falschen Person entladen, schreibt er.
„Dünnhäutiger Trottel“
„Es tut mir leid, wenn Leute Sie wegen meines Tweets angegriffen haben. Das war überhaupt nicht meine Absicht“, schreibt er auf X. „Ich war ganz leicht betrunken und schon wegen etwas verärgert, das nichts mit Ihnen zu tun hatte. Falls es Sie tröstet: Ich habe auch ordentlich eins auf die Mütze bekommen. Anscheinend bin ich ein dünnhäutiger Trottel, obwohl es gar nicht meine Haut war.“ Laurie betonte außerdem, dass er das Gefühl hatte, er müsse die „Dr. House“-Autoren verteidigen, weil er sie verehre.
„Denn wir lieben, was wir lieben“
Seinen Vergleich mit Bach, Kahlo und Moore bereue er jedoch mittlerweile, gibt er zu. Er „hätte besser auf die 10.000 Blues-Songs zurückgegriffen, die alle nach derselben 12-taktigen Akkordstruktur geschrieben sind“, so Laurie. „Ich habe die meisten davon gehört und werde das auch weiterhin tun. Denn wir lieben, was wir lieben.“ Murray nahm die Entschuldigung an und zeigte Verständnis dafür, dass er Kolleg:innen habe verteidigen wollen.
Hass im Internet
In ihrer Antwort an Hugh Laurie machte sie noch einmal deutlich, dass ihre Nachricht auf X nie in bösem Willen entstanden sei oder um „Dr. House“ zu belächeln. „Ich mag die Serie – trotz der Wiederholungen – und ich mag Sie darin“, beteuerte sie und bestätigte noch einmal, dass sie ihm die kleine Kabbelei auf X nicht übel nehmen würde. In den Kommentaren hagelte es trotzdem weiterhin böse Worte gegen Murray, die wohl bei zukünftigen Meinungsäußerungen über TV-Serien sehr darauf achten wird, wie groß und leidenschaftlich das dahinterstehende Fandom ist.
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.